Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft der Freilichtmuseen in Baden-Württemberg „Anders. Anders? – Ausgrenzung und Integration auf dem Land“

Hin­weis: Die geplan­te Tagung muss­te lei­der abge­sagt wer­den.

Eine Tagung des Hohen­lo­her Frei­land­mu­se­ums, der Arbeits­ge­mein­schaft der regio­na­len länd­li­chen Frei­licht­mu­se­en in Baden-Würt­tem­berg (7 im Süden) und des Muse­ums­ver­ban­des Baden-Würt­tem­berg, mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der Lan­des­stel­le für Muse­ums­be­treu­ung Baden-Würt­tem­berg

Die Arbeits­ge­mein­schaft der regio­na­len länd­li­chen Frei­licht­mu­se­en in Baden-Würt­tem­berg, 7 im Süden, befasst sich in ihrem aktu­el­len Gemein­schafts-Aus­stel­lungs­pro­jekt „Anders. Anders? – Aus­gren­zung und Inte­gra­ti­on auf dem Land“ mit den Lebens­be­din­gun­gen von Min­der­hei­ten im länd­li­chen Raum. Den Auf­takt die­ses Pro­jek­tes bil­det eine zwei­tä­gi­ge Tagung.

Zum The­ma: Die ver­meint­lich „Ande­ren“ gab es zu allen Zei­ten und in allen Regio­nen. Zu einer Min­der­heit zu gehö­ren, gleich ob die­se reli­gi­ös, eth­nisch, sozi­al oder kul­tu­rell defi­niert ist, bedeu­tet, einen beson­de­ren Sta­tus inner­halb der Gesell­schaft inne­zu­ha­ben. Die­ser Sta­tus war und ist in vie­len Fäl­len mit Aus­gren­zungs- und Dis­kri­mi­nie­rungs­me­cha­nis­men in unter­schied-lichen Erschei­nungs­for­men ver­bun­den.

Die Ange­hö­ri­gen der Min­der­hei­ten waren im tra­di­tio­nel­len länd­li­chen Sozi­al­ge­fü­ge aber trotz even­tu­el­len Aus­gren­zun­gen immer auch Teil der Dorf­ge­mein­schaft und in unter­schied­li­chen Funk­tio­nen für das all­täg­li­che Leben unver­zicht­bar. Die Betrach­tung des Span­nungs­fel­des zwi­schen dem „als anders gel­ten“ und dem „gebraucht wer­den“ bie­tet bemer­kens­wer­te Ein­bli­cke in einen bis­her wenig erforsch­ten Bereich der All­tags- und Kul­tur­ge­schich­te des länd­li­chen Rau­mes, nicht nur in Baden-Würt­tem­berg.

Inner­halb des Gemein­schafts­pro­jek­tes der sie­ben Frei­licht­mu­se­en in Baden-Würt­tem­berg soll der Fokus auf die Betrach­tung his­to­ri­scher Phä­no­me­ne, aber auch auf gegen­wär­ti­ge Erschei­nun­gen von Aus­gren­zung und Inte­gra­ti­on sowie das Spek­trum der mög­li­chen For­men des Umgangs mit den Ange­hö­ri­gen von Min­der­hei­ten gelegt wer­den. Gel­ten sie bis heu­te als „anders“? Wie sehen sie sich selbst? Wel­chen Umgang pfle­gen wir heu­te mit ihnen? Sowohl in den Aus­stel­lun­gen als auch im Rah­men der Tagung wer­den auch Betrof­fe­ne zu Wort kom­men, „Ande­re“ von heu­te erzäh­len ihre Geschichte(n).

  • 22. Mai 2017 - 23. Mai 2017
  • 9:00 - 17:30

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