Kunst, Musik und viele Begegnungen: Ars Conectit 2026 ist eröffnet
Am vergangenen Wochenende wurde im Hohenloher Freilandmuseum das 6. Ars-Conectit-Festival eröffnet. In der Scheune aus Bühlerzimmern kamen an diesem Vormittag Kunst, Musik und vor allem Menschen zusammen. Und genau darum geht es bei Ars Conectit: Kunst verbindet.
Zur Eröffnung begrüßten Runa Pohl, Organisatorin des Festivals, und Martin Wolfram, Kurator der Ausstellung, die zahlreichen Gäste. Gemeinsam machen sie deutlich, was den Geist von „Ars Conectit“ ausmacht: die Künstlerinnen und Künstler, ihre Arbeiten und die Begegnungen, die daraus entstehen.
Wer das Freilandmuseum vor allem mit der Vermittlung vergangener Lebenswelten verbindet, entdeckt bei Ars Conectit eine weitere Seite des Museums: Das Festival schafft Räume für Gegenwartskultur, für zeitgenössische Kunst, Musik und neue Perspektiven sowie für Menschen, die neugierig sind, schauen, entdecken und sich auf Begegnungen einlassen.
Kunst darf hier ganz unterschiedlich sein
15 Künstlerinnen und Künstler sind in diesem Jahr mit ihren Arbeiten beim Festival vertreten. Die Ausstellung zeigt ganz verschiedene Materialien, Techniken und Stile nebeneinander – von Collagen und Filzarbeiten über Keramik und Malerei bis hin zu Plastiken und Werken aus Draht. Ein besonderer Blickfang ist der rund drei Meter hohe textile Erdbeerbaum von Ainoa Maria Mora vom plazebo kollektiv. Auch Schwarzlichtbilder sind Teil der Ausstellung.
Die Vielfalt ist bewusst gewollt. Nicht jedes Werk muss auf den ersten Blick gefallen oder sich sofort erschließen. Manche Arbeiten überraschen, andere regen zum Nachdenken an. Wieder andere bringen Besucherinnen und Besucher einfach zum Schmunzeln.
Martin Wolfram und die „Kunstmenschen“
Hinter der Ausstellung steht Martin Wolfram, Theatermaler bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall und seit drei Jahren ehrenamtlicher Kurator des Ars-Conectit-Festivals. Er kennt viele der ausstellenden Künstlerinnen und Künstler persönlich, pflegt den Kontakt zu ihnen und stellt für das Festival immer wieder unterschiedliche künstlerische Positionen zusammen.
Bei der Eröffnung lud Martin Wolfram die Gäste dazu ein, mit den anwesenden „Kunstmenschen“ ins Gespräch zu kommen. Denn wer die Ausstellung besucht, kann nicht nur die fertigen Werke entdecken, sondern auch die Menschen kennenlernen, die dahinterstehen.
Musik, Farbe und die Lust am Ausprobieren
Die Eröffnung wurde zudem von Musik und einer offenen Kreativaktion begleitet. Für die musikalische Begleitung der Vernissage sorgte das Schwäbisch Haller Indie-Duo OKAPI. Anna-Sophie Bergmann und Leif Jäschke brachten mit ihren atmosphärischen Eigenkompositionen eine ganz eigene Klangfarbe in die Eröffnung.
Wer nach einem Rundgang durch die Ausstellung selbst kreativ werden wollte, konnte bei Paint & Vibe direkt zum Pinsel greifen. Farben, Materialien und eine kurze Anleitung standen bereit und schon konnte einfach losgemalt werden.
Aus einer Idee wird ein Festival
Ars Conectit hat seinen Ursprung 2021 – mitten in der Pandemie, als vieles anders war als heute. Damals suchte das Hohenloher Freilandmuseum nach Möglichkeiten, trotz der geltenden Abstandsgebote Kultur und Begegnungen zu ermöglichen. Die Idee: Kunst sollte Menschen miteinander verbinden.
Was damals aus einer konkreten Situation heraus entstand, ist inzwischen zum 6. Ars-Conectit-Festival geworden und hat seinen festen Platz im Jahresprogramm des Museums gefunden. Dabei darf sich das Festival weiterentwickeln. Nichts ist festgeschrieben – und vielleicht ist genau das eine der Stärken: Jedes Jahr kommen neue Künstlerinnen und Künstler, neue Ideen und neue Menschen dazu.
Noch bis zum 13. September
Wer bei der Eröffnung nicht dabei sein konnte, hat noch viele Gelegenheiten, Ars Conectit zu erleben. Die Ausstellung ist bis zum 13. September in der Scheune aus Bühlerzimmern (Gebäude 4b) zu sehen.
Auch das Rahmenprogramm geht weiter: Am 23. August ist Tante Polly mit Seeräuberswing und Polkajazz zu Gast. Am 30. August wird es mit LeClöb „funky und disco“, bevor am 6. September Ed’s Café Unplugged-Musik von den 1960ern bis in die 2000er mitbringt.
Außerdem gibt Ursula Baum, eine der ausstellenden Künstlerinnen, am 23. August und 6. September Einblicke in die Entstehung ihrer Collagen.
Also: Kommen Sie vorbei! Entdecken Sie die Ausstellung, besuchen Sie die anstehenden Konzerten und nehmen Sie sich Zeit für die vielen unterschiedlichen Werke, die bei uns zu sehen und zu hören sind.
Wir freuen uns auf Sie!