Samstag und Sonntag, 25. und 26. Juli 2026, 11:00-18:00 Uhr: „1947 – Ein Dorf in der Nachkriegszeit“
Zu einer außergewöhnlichen Veranstaltung lädt das Hohenloher Freilandmuseum in Schwäbisch Hall-Wackershofen am letzten Juliwochenende ein. An beiden Tagen versetzen mehr als 90 Darstellerinnen und Darsteller, ausgestattet mit unzähligen authentischen Accessoires, Teile des Freilandmuseums um 79 Jahre in der Zeit zurück.
Es ist der Juli 1947, die Lebensmittelversorgung ist angespannt, der heiße Sommer lässt für die Ernte Böses ahnen. CARE-Pakete aus den USA helfen bei der Versorgung mit Lebensmitteln. An vielen Waren herrscht Mangel – vor allem Kleidung, Möbel, Landmaschinen und Dinge des täglichen Bedarfs sind knapp. In den Läden sind die Regale häufig leer, stattdessen blüht der Schwarzmarkt und die Preise für dringend benötigte Waren steigen hier ins Unermessliche. Während manche Soldaten aus der Kriegsgefangenschaft nach Hause kommen, sitzen viele andere in Kriegsgefangenenlagern fest. Unterdessen konzentriert sich die amerikanische Militärpräsenz immer mehr auf polizeiliche Aufgaben. „Constabulary Forces“ sorgen zusammen mit deutschen Polizisten für Recht und Ordnung unter der Zivilbevölkerung, während die „Military Police“ ein Auge auf die Militärangehörigen hat. Noch immer kommt es zu Sprengmittel-, Waffen- und Munitionsfunden.
Dies alles ist an beiden Tagen im Freilandmuseum jeweils von 11:00 bis 18:00 Uhr hautnah zu erleben – Spielszenen veranschaulichen Themen wie Impfung, Verteilung von CARE-Paketen, Schwarzmarkt, Schwarzbrennerei und vieles mehr.
Am Sonntag gibt es darüber hinaus einen weiteren Grund, nach Wackershofen zu kommen und das Freilandmuseum zu besuchen, vor allem für Familien mit Kindern: um 15:00 Uhr wird der neue Abenteuer-Spielplatz im „Weinbauerndorf“ des Freilandmuseums eröffnet, für Kinder mit kleinen Überraschungen. Die Besenwirtschaft schräg gegenüber des neuen Spielplatzes lädt zum Rasten und Stärken ein, ebenso der Sommerkeller in der Gebäudegruppe „Waldberge“ und die Museumsgaststätte „zum roten Ochsen“.
Die Bilder dürfen veröffentlicht werden, BU „Foto: Hohenloher Freilandmuseum“.